Schmerzen beim Tattoo

Tattoo = Schmerzen | Eine untrennbare Gleichung?

Ein Tattoo bedeutet immer Schmerzen. Klar, stechen doch gleichzeitig mehrere Nadeln bis zu 150-mal pro Sekunde in die Haut. Allein schon dieser Gedanke verursacht zumindest schmerzhafte Vorstellungen. 

 

Falls du noch kein Tattoo hast, ist dieser Gedanke zunächst mal ein ständiger Begleiter, der jedoch in der Euphorie der kommenden Körperveredelung schnell wieder ausgeblendet und relativiert wird. 

 

Spätestens jetzt, beim ersten Termin - die Haut ist desinfiziert, das Stencil sitzt und die Tattoo-Maschine brummt, weicht deine bisherige Vorstellung zu Gunsten einer klaren und erlebten Erfahrung: 

 

Deine Möglichkeitswelt wird von 

deiner Wirklichkeitswelt eingeholt! 

 

Je nachdem an welcher Körperstelle dein erste Tattoo-Projekt entsteht, kann der erster Kontakt mit dem Tattoo-Schmerz ein durchaus erträglicher Augenblick sein, allerdings ebenso auch zu einer transzendentalen Erfahrung im epischen Ausmaß werden. 

 

Einerseits gibt es Körperregionen, die Aufgrund der physiologischen Eigenschaften mit mehr Nerven durchsetzt sind. Andererseits hat jeder Mensch ein individuelles Schmerzempfinden, das jedoch subjektiv äußerst unterschiedlich wahrgenommen wird. 

 

Die Reizweiterleitung des Schmerzes kann man grundsätzlich in einem gesunden Körper als wichtiges Signal werten - jedoch wird diese wertvolle Warnfunktion im Rahmen einer mehrstündigen Tattoo-Session nicht immer entsprechend positiv gewürdigt. Muss man denn den Schmerz also grundsätzlich aussitzen, um das Objekt der Begierde zu erhalten? So wie es aussieht, bezahlt man sein Tattoo doppelt: mit Schmerzen und Geld. 

 

Gibt es denn keine weiteren Möglichkeiten einer abkürzenden Fast-Lane, die den Weg zum Tattoo deutlich schmerzloser ermöglicht?